Tanith Tape Archiv 11: DJ TANITH MIX XXXIII (1989/1990)

Diesmal so gut wie ungemixt, es handelt sich dabei um ein Tape wie ich sie fast wöchentlich machte um Tracks auf dem Walkman zu hören. Soll aber in diesem Fall nicht hinten runterfallen, weil voll mit Klassikern!
Beide Seiten tragen unterschiedliche Erstellungsdaten, Seite A ist am 29.12.1989 passiert, Seite B am 18.01.1990 und sind auch stilistisch völlig unterschiedlich

Playlist:
Side A:
Funtopia – Beautiful People
Armando – World Unknown
Armando – 151
Smokin Gang – Latin House
Armando – 100% Dissin You
Nexus 1 – Yo Body
Tyree – I Am
M.D.3 – Personal Problems
M.D.3 – Face The Nation
Steve Poindexter Born To Freak

Side B:
Silver Bullet – 20 Seconds To Comply
Twin Hype – For Those Who Like To Groove
Zaza Laboum – Tu Veux Ou Tu Veux Pas
Edwards & Armani – Acid Drill
Lil Louis – Blackout
Static – Enter (Deep Shock)
Static – Iron Orbit
Fingers Inc – Distant Planet
Housebusters – Planet Rock 90
Housesyndicate – 10:40
Steve Poindexter: Computermadness

Tanith Tape Archiv 10: DJ TANITH MIX Vol.III#5 Synthetic Dreams Mix (17.02.1992)

Nachderm es letzte Woche 1992 gegabbert hat, hier mal ein schönes Beispiel wie breit gefächert und unausformuliert Techno damals noch war. Techno war noch nicht wirklich ein geschlossenes 4 to the Floor Feld, sondern hatte durchaus Breakbeat Einflüsse aus UK, Trance kündigte sich schon an und so wie auf diesem Tape hätte es auch durchaus auch im Walfisch laufen können.

Playlist:

Side A
Exposure – Peak Experience
Rhythmatic – Make Some Noise
LFO – Syndrome
Tribal Ghost – Malaria
LFO – What Is House
Autonation – Cyborg Society
Ubik – Ram Raid
Orbital – Speed Freak
Shut Up And Dance – Green Man
Automation – Feathers
Astrospyder – Synthetic Happy
Altern 8 – Re-Indulge

Side B
A-Dam – Tribal Warfare
Outlander – Discotech (Radikal Mix)
E-Type – M25
Hackney Hardcore – Dangerous
Bass Construction – Make Me Feel
Candese – Took My Love
Major Malfunction – Magnetism
Major Malfunction – Mushroom Man
Moby – Mobility (Aqua)
Fortune & Fame – From Within
Orbital – Belfast

Tanith Tape Archiv 09: DJ TANITH MIX Vol. III#16 Gabber Mix (12.08.1992)

1992 war auch das Jahr in dem Gabber massiv sein Haupt erhob. Dabei war das anfangs noch gar nicht so standardisiert, wie man hören kann und heute fast harmlos klingt. In Folge wurde es dann natürlich schneller und härter, aber da war ich dann auch schon wieder raus.

Playlist:
SIDE A
80 Aum – Stronger Than Sterl
Quartex – Mental Hangover
Overmind – Everybody Let‘s Fuck
Turbulence – Whurlwind
Rotterdam Termination Source – Poing
Rotterdam Termination Source – Poing Remix
Boing – Boing
Sperminator – Uptempo
Pelgrim – Amen
Sperminator– No Women Allowed
Pelgrim – Get Bouncy
Rotterdam Termination Source – Freyenord

SIDE B
Tellurian – Navigator RMX
Lory D– Coldbringer
Cyborg – Ferry
Sector Nord – Techsociety
Maximum Peak – Slammin
Tomdroid – Adrenalin Chords
Deutschlands härteste Oma – Deutschlands härteste Oma
Fred – B2
Mutant Nation – Aural Sequence
Private Production – Looped
Ace The Space– 9 Is A Classic
Moka – Poison Blood
I.S.Q. – Trash Metal Puke

500 Words 11: Technorant

Auf die Gefahr hin mich hier ein wenig zu wiederholen, weil einige Punkte in vorigen Postings schonmal angeschnitten wurden, aber was ich mir schon lange mal von der Seele schreiben wollte: Techno was ist los mit dir? Ich weiß ja nun nicht, ob ich alleine damit stehe oder ob meine Digging Qualitäten nachgelassen haben, aber bei meinen täglichen Streifzügen durch den Neuheitendschungel macht sich seit geraumer Zeit eine gewisse Langeweile breit, die ich nicht zum ersten Mal erlebe. Ein Trend momentan scheint ja zu sein sich 10 Jahre zurück zu erinnern, an das Jahr 2016, ich würde nochmal 20 Jahre weiter zurückgehen und zwar ins Jahr 1996, da hatte ich bei Techno eine ähnliche Müdigkeit festgestellt, indem ich ihn mit dem verglich was nebenan auf dem Drum Bass Acker so passierte. Nun verhält es sich zwar ähnlich aber nicht gleich, während damals Techno dogmatisch an der heiligen Roland Analogdreifaltigkeit festhielt und Samples böse waren, machte man nebenan mit Samples und zerhackten Breakbeats ganz neue, vorher ungehörte Räume auf. Wenn ich mich heute durch die Neuheiten durchhangele bleiben die Überraschungen auf ähnliche Weise aus und gewowed will man ja schon werden, das macht die Sache ja schließlich auch aus. Stattdessen kommt aber erstmal streberhafte Formaterfüllung auf allen Gebieten, sei es das einer mit seinem musikalischen Erguss offenbar lediglich zeigen will das er ein Modularsystem sein Eigen nennt, denn außer dem sehr ernsthaften Gefiepe und Klingeling passiert da sonst recht wenig was einen Release rechtfertigen würde oder sei es die ewig gleichen Splice Samples, die schon vor Jahren im Original von einem T78 oder ASYS zu Tode geritten wurden, ordentlich arrangiert zu einem vermeindlichen Ravesmasher zusammen zu rühren. Und anscheinend ist das auch so gewollt, wenn ich mir den Wust an täglich gleichem so durchhöre und deren Followerzahlen mit denen vergleiche die wirklich versuchen den Spirit hochzuhalten und innovativ zu sein. Von den ganzen HardTechno oder Melodic Techno Epigonen fang ich erst gar nicht an, da braucht man gar nicht erst reinzuhören, jedesmal eine eklige Enttäuschung die einen schaudern lässt.
Ist ja nicht so, das nun alles Schrott wäre, erfreuliche Ausnahmen dieses Jahr bislang z.B. das Rebelskin Label oder gerade erst die die neue EP von Specific Objects, um nur mal zwei Beispiele zu nennen die mir auf Anhieb einfallen, aber kann sich der Rest mal bitte mehr Mühe geben? Ist mir sowieso unverständlich warum man heute, bei diesen Verkaufzahlen versucht auch noch MeToo Produkte an den Mann/Frau zu bringen, anstatt seine eigene Individualität auszuformen. Techno’s Untertitel hieß ja mal „Forcing The Future“ und nicht „Pleasing The Masses“ oder „Flood The Zone With Shit“.

Tanith Tape Archiv 08: DJ TANITH MIX XXX – All Techno Mix (05.12.1989)

Nochmal zurück ins Jahr 1989 und auch wenn der Mix „All Techno“ betitelt ist, merkt man wie wenig Techno damals noch ausdefiniert war, das geht über New Beat, EBM, Electro und Industrial plus diverse Zwischenstadien. Es war halt auch die Zeit, in der man noch im WOM oder anderen Plattenläden zwischen lauter Genres die paar Scheiben der Woche finden musste, die zur eigenen Vision passte, wo das mal hinführen soll, was man so für sich Techno nannte. Es gab beileibe nicht soviel Trackauswahl wie heute, geweige denn dezidierte Plattenläden dafür. Der Begriff war zwar da aber noch keineswegs ausgefüllt, in Frankfurt war das eher EBM, in Detroit noch eher vom Electro kommend und ich versuchte daraus halt so’ne Berliner Mischung zu machen, die in unser UFO passte und ein paar Wochen später ging das dann auch los im Cyberspace im UFO auf den Mittwoch.

Playlist (sehr incomplete):
I Said Bleep : Cycle 92
Technoid: Technoid
ZONEMIX I –
Noise Control: Operation S B II + I
Space Opera: Theme
Space Opera: Electro Wave
NITZER EBB : BACKLASH
B 20 : ACID TO BODY
B 20: BODY TO BODY
AMERICA
Clock DVA- Hacker Hacked
?
Clock DVA – Hacker

Tanith Tape Archiv 07: Tanithmix Vol.III #12 Headstrong Summer Breaks Mix (11.06.1992)

Vielleicht ist ja bei den aktuellen Wetterverhältnissen etwas sommerliches gefällig? Bei diesem Mix kann man jedenfalls schön nachvollziehen, wie Techno und Breaks ursprünglich gar nicht so weit auseinanderlagen, so Sachen wie Hedgehog Affair und Kev Bird & Wax Doctor bezeichnete man damals sogar als Jungle Techno. Aber auch Jungle war z.B. mit Urban Shakedown oder Sonz Of A Loof Da Loop Era schon geboren, während Hippy, Homeboy and a Funky Dread, als auch EON, ebenfalls oft in Technosets vorkamen und mir lag schon damals daran beides zu verbinden

Playlist:
Seite A
Project One – Roughneck
KevBird + Wax Doctor – Dark Matter
Lenny D & Housecrew We Are IE
KevBird + Wax Doctor – Airspace
Hedgehog Affaire – We Told You
Kev Bird + Wax Doctor – T.B.N.
Hedgehog Affair – Sec. Rush
Dragonfly – Right There
Genetic – I Can’t Live Without My Video
E-Type- Native N.Y.

Seite B:
HDX-201 – The Real Life
DRAGONFLY – Groovin
Urban Shakedown. – No Other
K.W.S.
Hippy, Homeboy And A Funky Dread. – Drop It
HDX-201 – A1
Vinyl Vandals – Headstrong
Smart Sytems – Space Virus
Hedgehog Affair – Sounds Of House
Sonz Of A Loof Da Loop Era – Let Your Mind Be Free
EON – Basket Case

Tanith Tape Archive 06: HARTCORE ANTHEM MIX-Vol.#6 – 13.03.1992

Fasten your Seatbelts, das war kurz vor der Gabberphase aber noch mit Einflüssen aus Industrial und ca. 2 Monate vor der Kölner Mayday, wo ich dann auch auf Aphex Twin traf

Playlist (incomplete)
Weird SHIT – Goddamn Drum
1st Perc. – Overdose
Aphex Twin – Flaphead
Esplendor Geometrico
Aphex Twin – Phloam
Ministry – Twitch
Manufacture – Terrorvision
The Mover – Nightflight

Seite B:
Dyewitness – Starship To Venus
Euromasters – Rotterdam
Dyewitness – Passion
Dub Collective – A1 (Whitelabel)
Q-Rave – Mental Animation
Taboo – Death
Q-Rave – Brain Evolution
Parametric – Julia
Insider – Destiny
Marusha – Save DT64
Ramirez – La Musica (Remix)
Second Wave – Let The Groove
Chip I – Microbots

Tanith Tape Archiv 05: Acid Mix XXIII

Leider diesmal ohne Playlist, weil nicht auffindbar und auch ohne Jahresangabe, ich bin mir aber ziemlich sicher das er aus dem Jahr 1990 oder 91 stammt, denn so klang das damals im UFO.
Das mit dem Acid sollte man jetzt nicht zu wörtlich nehmen, aber damals war der Begriff halt auch noch etwas weiter gefasst.

Tanith Tape Archiv 04: TANITH MIX Vol. III # 9 Drug Music – 25.04.1992

1992! Die Playlist beinhaltet eine Menge Tracks, die ich auch heute noch gern spiele:

Side A
Irresistible Force – Underground (Ambient Mix)
Secondwave – Let the Groove
Jam + Spoon – My Fist Fantastic FF
Equitex – Stylus Flight
Test – Overdub
Two Pieces – United in One
Insider – Destiny
Aphex Twin – Metapharstic
Messiah – There Is No Law
Turbulence – Whirlwind

SIDE B
C.J. Bolland – Space Invader
Signs of Chaos – You Can’t Stop It
Skydiver – Humanoid
Global – Brain Dead
Beltram – Machines
Space Cube – Kool Killer
Sound of R. – 901101
Paolo Zeretti – Power
Global -Gear Freak
9-10-Boy – Videobash
Cell-u-loid – Nervous, Tense, Tired (NRG Remix)

500 Words 10: Musik diggen und verwalten in 2026

Unter Kollegen kommt schon öfter mal die Frage auf, woher beziehst du deine Tracks und vor allem wie verwaltest du die? Dabei kommt meist heraus, das jeder so sein eigenes System hat, ich möchte mal meins vorstellen, wobei das natürlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt.
Vorweg: ich war seit 2007 in keinem Plattenladen mehr, da ich komplett auf Digital umgestellt habe, für Vinylisten wird das hier also eher keine neuen Erkenntnisse generieren.
Kommen wir erstmal zum diggen, falls man nur in Techno unterwegs sein sollte ist Beatport eigentlich ausreichend, 95% der Releases landen dort. Will man aber auch die Nischen und Ecken, oder Randgebiete zu anderen Genres erkunden, komm man nicht umhin auch bei Juno Download und Bandcamp zu suchen. Ein funktionierendes System, wie man da punktgenau das findet was man braucht, habe ich auch nicht. Mein System besteht aus abonnieren, ständig anpassen und durchhören, dazu verwende ich pro Tag ca. 1-2 Stunden. Dazu kommen noch 3-4 Promolisten von denen ich mindestens einmal pro Woche beliefert werde, der Ausschuss ist dort mindestens so groß, wie bei meinem sonstigen Gedigge. Ich nutze, im Gegensatz zu vielen Kollegen, kein Streaming um neue Tracks zu entdecken.
Read more „500 Words 10: Musik diggen und verwalten in 2026“