500 Words 2: Obsidian

Heute wird’s etwas nischig, aber ich glaube ich bin es der App schuldig, da sie mich auf die Idee mit den 500Words brachte und das kam so: Ich bin ja schon deslängeren dabei mein Buch zu schreiben (keine Angst, kein weiterer Szeneroman, keine reine DJ Bio) und war ewig auf der Suche nach dem richtigen Programm dafür, aber nie richtig zufrieden, sei es Scrievener oder Ulysses, am Ende landete doch alles wieder in Apple Notes. Irgendwann entdeckte ich dann Obsidian und das war’s, hier fühlte ich mich gleich zuhause und das beste daran, es kostet nix. Ist dafür aber flexibler und modularer als alles andere, es gibt weit über 2000 von Usern erstellte CommunityPlugins, neben den in der Standard App bereits mitgelieferten, die so ziemlich alles möglich machen, was natürlich auch die Gefahr darstellt, das man sich in einem Perfektionsrausch damit ziemlich verheddern kann. Manche User blasen das Ding zu einer kompletten Taskmaschine, mit Todo list, Kalender, KI Integration und was nicht allem auf, mir reicht es als flexibelste Schreibapp die mir bekannt ist und Second Brain für Notizen und kann deshalb auch nur darüber berichten.

Früher hat man für sowas auch Notion oder Evernote genutzt, aber die proprietären Standards und zunehmend seltsame Preismodelle haben diese ehemaligen Platzhirsche etwas verblassen lassen. Obsidian läuft entweder lokal oder synct via dem eigenen Service für 5 € im Monat, ich synce via iCloud und das funktioniert auch super und habe so alles sowohl auf Rechner, iPad und iPhone, läuft aber ebenso auf Linux, Android und Windows. Da es auf Markdown Language basiert braucht man auch keine Angst haben, das die eigenen Notizen irgendwann nicht mehr lesbar sind, ebenso braucht man auch keine Angst vor Markdown haben, auch wenn die Auszeichnungssprache noch einfacher als HTML ist, gibt es auch hierfür natürlich ein Plugin, das einem das auswendig lernen erspart
Vor kurzem hätte ich es vielleicht noch nicht so heiß empfohlen, da die individuelle Einrichtung doch einige Plugins benötigte und dadurch auch gerne den Startvorgang ziemlich verzögerte, aber mein Einstieg kam, glaube ich, genau zum richtigen Zeitpunkt, denn das vor kurzem erschienene Notebook Navigator Plugin hat für mich neben einer Übersichtslücke und endlich 3 Pane View auf dem Rechnerdesktop (Ich hätte es auch gerne auf dem iPad)auch mindestens andere Plugins ersetzt und tut das mit jeder weiteren Iteration weiter. Ganz groß ist auch das neu eingeführte Bases, kurz gesagt Leute die z.B. mit Apple’s Music App ihre intelligenten Playlists bauen, werden sich sofort zuhause fühlen, vorausgesetzt man arbeitet, wie bei Musikfiles auch, ordentlich mit Metadaten und sogenannten Properties. Das klingt jetzt natürlich alles unheimlich kompliziert, ist aber nach kurzer Eingewöhnung nicht nur sehr einfach, sondern auch hilfreich bei der Organisation von Information.
Das wären auch schon so die Basics die ich zum Anfang empfehlen würde, daneben gibt es auch noch Plugins für Mindmaps oder eine Canvas zum freestylen, Kanbanstyle Plugins um ähnlich wie in Trello aufzuarbeiten. Für längere Arbeiten, wie z.B. ein Buch, würde ich noch Longform empfehlen, das wär’s dann aber auch schon.
Auf die Idee mit den 500Words kam ich übrigens über das Plugin Keep The Rhytm, bei dem ich mir als Ziel 500 Wörter pro Tag eingestellt habe, um das Ganze etwas zu gamifizieren. Keep The Rhythm verfolgt automatisch die tägliche Wortanzahl, die in Obsidian geschrieben wird, und zeigt dies visuell in Form einer Heatmap an, ich mag sowas.
Wie gesagt, funktioniert das alles lokal, im sogenannten Vault, was den Oberordner bezeichnet, in dem alles gespeichert ist, Unterordner, Notizen, Einstellungen auf welche die anderen Geräte ebenso zugreifen, die man mit diesem verbindet, so das auch der Wechsel von Geräten ziemlich einfach ist.
Das mal nur als kurzer Teaser in den Obsidian Kosmos, don’t get me startet z.B. on Graph View und ähnliche Dinge. Ich sehe mich da auch immer noch sehr am Anfang, dessen was da noch möglich ist und es kommt ja auch ständig etwas dazu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.