Gestern hatte ich das Vergnügen mit Robert Babicz das Sinee Track Feedback zu gestalten. Das heißt, Host Robert kredenzt 8 vorher ausgewählte Tracks und wir beide beurteilen diese dann aus unserer Perspektive, das hieß Robert mehr aus Produzentensicht, ich mehr so aus der DJ Sicht, obwohl sich das ja auch oft überschneidet. Am Ende waren es fast 3 Stunden, die wir da palavert haben, denn natürlich geht es nicht nur um die Analyse der Tracks, sondern kommt darüber vom Hölzchen zu Stöckchen. Für mich war das eine Premiere und zwar eine sehr kurzweilige und unterhaltsame, die Zeit ging rum wie im Flug und ich hoffe natürlich das dies den Zuschauern ebenso erging. Gibt’s zum Nachschauen hier:
Autor: Tanith
Tanith Tape Archiv #14: Barry Graves-Radio 4U – DJ Tanith – DJ Zappa – Wolle XDP – Mijk van Dijk 5.7.91
Nach etwas Hiatus geht’s nun weiter und zwar wieder mit einer denkwürdigen Radiosendung. Kurz vor der Loveparade 91 hatte Barry Graves (RIP) Wolle, Zappa, Mijk van Dijk und mich in seine Sendung auf, damals noch, Radio 4U eingeladen. Wer also die jungen Stimmen und wie wir damals, ganz am Anfang von Techno, so dachten hören will, ist hier gut aufgehoben.
Besonderer Dank geht nochmal raus an Rene Meier, der sich neben dem Digitalisieren auch richtig viel Mühe gegeben hat das Ganze optisch aufzubereiten.
Neuer Mix: Krachgarten #24
Musste mal wieder sein, weil sich doch einiges angesammelt hat, eine D&B Edition again. Fängt aber fast technoid an, schraubt sich hoch und auch wieder runter. Anderthalb Stunden feinstes rinsing.
Playlist:
Alyness – Fragmented Reality
Mike Parker – Positronic Tentacles
Sully – The Still
Agro – Allow It
FX909 – Rollzilla
Amoss, Minor Forms – Slow Turbo
Tomoyoshi – That Side
Noctem – What You Sayin
Nichenka Zoryana – Kapitochka
Nichenka Zoryana – Skreper X
Doom Poets, Technical Itch – Menecer
HLZ – All My Life
Drum Cypha – Blindfold
Technical Itch & Voyage & Brakken – Bad Like Fire VIP
HLZ – Roadblock
HLZ – Detroiting
Drumskull – Emergence
HLZ – Control
FX909 – Whatever
Bojcot, Mc Multiplex – Ruff Ting
Intergalactic Alliance Of The Blessed – Take it Off
HLZ – Matter Of Time
Intergalactic Alliance Of The Blessed – Sorry
Conrad Subs – Abstrakt Souls
Subtle Element – Medelin
Ruhige Cru – Virgil (Seba & Paradox Remix)
Quells – Claster
500 Words 12: The Future Of DJing
Ich habe mir die Tage mal ein paar Gedanken um die Zukunft des Djing gemacht und, soviel sei gespoilert, ich denke das wird vielen nicht gefgallen, aber sei’s drum. Es muss ja auch nicht so kommen, aber ich schmeisse das mal in die Runde, vielleicht kommt’s ja auch ganz anders, nur für mich sieht der Weg dahin gerade so aus.
Am Anfang von Techno legte ich mal im Tresor auf und ein Freund aus der alten Heimat war zu Besuch und kam mit. Der kannte mich noch aus den Zeiten, als ich im Dschungel in Wiesbaden (Heute Basement) auf 2 riemenangetriebenen Plattenspielern Platten aneinander hängte, entweder mittels Intro und Outro überblendend oder mit schnellem Cut von einem Track zum anderen wechselnd. Zu der Zeit war der Wiedererkennungswert noch wichtig und als er da nun im Tresor stand war sein erstes Erstaunen, das er nicht einen Track kannte und auch über Stunden kein Gesang zur Orientierung da war, geschweige denn das er wusste wo ein Track aufhörte und der nächste anfing und die tanzende Meute wollte das auch noch so, darüber war er offensichtlich schwer irritiert.
Read more „500 Words 12: The Future Of DJing“
Tanith Tape Archiv 13: DJ TANITH Kiss 99 – 29.03.1995 Teil1&2
Nach 2 Wochen Urlaub geht’s endlich mal weiter, dafür auch gleich fast 2 Stunden: Ein weiteres Tape von Kiss FM aus 95, ich glaube interviewed von DJ Disko und Musik wie sie halt 1995 bei mir lief
T35: Mein Closing Set zum 35 Jahre Tresor Weekender
35 Jahre schon, puh! und ich erinnere mich noch gut an die Anfangstage. Hier ein Exzerpt aus dem damaligen Thema der Woche im hiesigen Blog dazu:
Anfang 1991 befanden wir uns in Berlin in einer schwierigen Situation, 1988 hatten wir das UFO in der Köpenicker Straße, 89-90 gab es das zweite UFO am Kleistpark in Schöneberg, das aber von Anfang an Probleme bereitete, was bei einem ehemaligen Pennymarkt in einem Hochaus nicht weiter verwundern sollte . Richtig laut und bassig durfte es dort nie werden, das gab sofort Beschwerden von den Bewohnern, denen das Geboller durch die Lüftungsrohre direkt in die Wohnung geliefert wurde. Zudem hatte sich der anfängliche Charm der Location ziemlich schnell verflüchtigt und die neue Situation nach dem Mauerfall tat ihr übriges um den Laden zunehmend unpassend zu empfinden. Die Maueröffnung hatte alles verändert und schon bald gab es die ersten illegalen Parties im Osten. 1990 war das Jahr in dem man sich im Osten umschaute und 1991 explodierte dann alles, der Tresor war praktisch zwangsläufig, nur wußte eben noch keiner das er passieren würde. Möglich wurde das durch Johnny, der ursprünglich mit Wolle Tekknozid veranstaltete, sich aber bald mit Achim und Dimitri vom Fischlabor befreundete. Zu der Zeit war es für Westler nicht so ohne weiteres möglich an Immobilien, auch mietweise, im Osten ranzukommen, man brauchte quasi einen Strohmann: here comes Johnny! Von der Locationsuche hatte ich nicht viel mitbekommen, irgendwann hieß es einfach”komm mal mit, wir müssen dir was zeigen”.
Mein erster Eindruck war nicht spektakulär, eine geschlossene Fensterfront eines ehemaligen Ladens in einem Gebäude, das seinem Provisorium nach typisch Osten aussah, aber was dann folgen sollte ließ die Vorfreude schon bald hochköcheln. Zuerst zeigten mir Dimitri und Johnny den ehemaligen Laden, das sollte in der Tradition des Fischlabors ein Cafe werden. Aha dachte ich mir, während ich die dort rumliegenden Reiseposter mit kyrillischer Schrift inspizierte, dann ging es weiter in das, was später der Globus wurde, das sah schon eher nach Technoladen aus. Dann führten die beiden mich über abenteuerliche Treppen und Leitern auf’s Dach und allein die Möglichkeiten die sich bis dahin aufgetan hatten, liessen das UFO wie ein Überbleibsel aus grauer, langweiliger Vorzeit erscheinen, das hier war ein Abenteuerspielplatz bester Güte und vom Dach sah man auch noch auf den verwilderten Garten. Erst dann bekam ich in einer Manier, die Steve Jobs mit “oh, just one more thing” erst Jahre später kultivieren sollte, den eigentlichen, damals noch namenlosen, Tresor zu sehen. Obwohl, sehen ist eigentlich zuviel gesagt, bestückt mit einer Funzel ging es hinab in den Keller und was sich auftat war ein Raum im Raum mit abenteuerlichem Rundumgang, man mußte mir erstmal zeigen, was der eigentliche Raum war, ich ertastete und erahnte nur was da für ein Schatz verborgen lag und ab da war’s eigentlich nur noch ein Warten, das der Laden endlich aufmachen würde, was allerdings noch ein Weilchen dauerte. Ich riss weiter wöchentlich mittwochs meinen Cyberspace im UFO ab, dann gab es eine kurze Pause als das UFO schloss, aber der Tresor noch nicht fertig war und endlich im März 1991 war es dann soweit und der Tresor öffnete seine Pforten. Natürlich durfte das nicht offensiv beworben werden, das Ding war ja illegal, trotzdem strömten die Massen schon bald nach Beginn, einfach durch Mundpropaganda, wie es seit dem ersten UFO eigentlich Brauch war. Von Woche zu Woche sprach es sich mehr rum und alsbald hatte man eine lustige Mischung von Völkchen beisammen. Neben der Ursuppe von Berlin Techno traf man hier auf Raver aus Ost und West, zunehmend auch englische Soldaten, die heilfroh waren auf ihr Raven aus England hier nicht verzichten zu müssen und bald mußte jeder mit Rang und Namen aus Berlin, der was auf sich hielt, mal im Tresor gewesen sein, zumindest um ihn mal gesehen zu haben, denn alles und jeder sprach ja darüber. Immer wieder kam es zu amüsanten Szenen, wenn Leute meinten den tollen Tresor entdeckt zu haben und man sie dann erstmal durch die Stahltür in den Keller leitete, damit sie das eigentliche Prachtstück sahen und erfahren konnten. Was da unten im Keller abging war natürlich nochmal zwei Schippen doller als das doch eher zahme und normale Gewese im Globus. Ich glaube es gibt kaum jemanden, der aus dem Keller nicht irgendwie verändert rauskam. Und ich kenne Leute, die erst nach Wochen entdeckt hatten was ihnen zuvor entgangen war.
Das ist jetzt also schon 35 Jahre her und ich hätte nie gedacht, das nach der Schliessung ein weiterer Tresor existieren würde, allein die Einzigartigkeit der Räumlichkeit ließ das für mich unmöglich erscheinen, but here we are, es sollte anders kommen und ich bin heilfroh darüber! Nirgendwo anders kann ich so frei im Set sein wie da, siehe auch dieses Set, das mit 170 BpM startet und nach fast 5 Stunden bei 135 Bpm endet, mit immer mal wieder eingesprenkelten Tresorklassikern darin. Es war das Abschlußset der 35 Jahre Festivitäten und ich bedanke mich, als letzter verbliebener DJ aus der ersten Riege, das mir diese Ehre zuteil und das Vertrauen in all den Jahren entgegengebracht wurde.
Auf die nächsten 35 Jahre Tresor!
Tanith Tape Archiv 12: Radiosendung Kiss99 mit Ellen Allien und DJ Tanith 9.11.1995
Es gibt nicht nur Mixe in meinem Tapearchiv, sondern auch mitgeschnittene Radiosendungen, so wie diese hier. Mit Ellen machte ich zu der Zeit den sonntäglichen „Club The Rest“ im Tresor, bzw. Globus und so lud sie mich auch mal zu ihrer Radiosendung auf Kiss99 ein. Neben Musik die ich sonst eher nicht im Club spielte gibt’s auch ein Interview mit mir, wo ich z.B. erkläre, warum ich mit der Mayday in diesem Jahr gebrochen hatte. Auch für mich ganz amüsant das nach all den Jahren wiederzuhören.
Tanith Tape Archiv 11: DJ TANITH MIX XXXIII (1989/1990)
Diesmal so gut wie ungemixt, es handelt sich dabei um ein Tape wie ich sie fast wöchentlich machte um Tracks auf dem Walkman zu hören. Soll aber in diesem Fall nicht hinten runterfallen, weil voll mit Klassikern!
Beide Seiten tragen unterschiedliche Erstellungsdaten, Seite A ist am 29.12.1989 passiert, Seite B am 18.01.1990 und sind auch stilistisch völlig unterschiedlich
Playlist:
Side A:
Funtopia – Beautiful People
Armando – World Unknown
Armando – 151
Smokin Gang – Latin House
Armando – 100% Dissin You
Nexus 1 – Yo Body
Tyree – I Am
M.D.3 – Personal Problems
M.D.3 – Face The Nation
Steve Poindexter Born To Freak
Side B:
Silver Bullet – 20 Seconds To Comply
Twin Hype – For Those Who Like To Groove
Zaza Laboum – Tu Veux Ou Tu Veux Pas
Edwards & Armani – Acid Drill
Lil Louis – Blackout
Static – Enter (Deep Shock)
Static – Iron Orbit
Fingers Inc – Distant Planet
Housebusters – Planet Rock 90
Housesyndicate – 10:40
Steve Poindexter: Computermadness
Tanith Tape Archiv 10: DJ TANITH MIX Vol.III#5 Synthetic Dreams Mix (17.02.1992)
Nachderm es letzte Woche 1992 gegabbert hat, hier mal ein schönes Beispiel wie breit gefächert und unausformuliert Techno damals noch war. Techno war noch nicht wirklich ein geschlossenes 4 to the Floor Feld, sondern hatte durchaus Breakbeat Einflüsse aus UK, Trance kündigte sich schon an und so wie auf diesem Tape hätte es auch durchaus auch im Walfisch laufen können.
Playlist:
Side A
Exposure – Peak Experience
Rhythmatic – Make Some Noise
LFO – Syndrome
Tribal Ghost – Malaria
LFO – What Is House
Autonation – Cyborg Society
Ubik – Ram Raid
Orbital – Speed Freak
Shut Up And Dance – Green Man
Automation – Feathers
Astrospyder – Synthetic Happy
Altern 8 – Re-Indulge
Side B
A-Dam – Tribal Warfare
Outlander – Discotech (Radikal Mix)
E-Type – M25
Hackney Hardcore – Dangerous
Bass Construction – Make Me Feel
Candese – Took My Love
Major Malfunction – Magnetism
Major Malfunction – Mushroom Man
Moby – Mobility (Aqua)
Fortune & Fame – From Within
Orbital – Belfast
Tanith Tape Archiv 09: DJ TANITH MIX Vol. III#16 Gabber Mix (12.08.1992)
1992 war auch das Jahr in dem Gabber massiv sein Haupt erhob. Dabei war das anfangs noch gar nicht so standardisiert, wie man hören kann und heute fast harmlos klingt. In Folge wurde es dann natürlich schneller und härter, aber da war ich dann auch schon wieder raus.
Playlist:
SIDE A
80 Aum – Stronger Than Sterl
Quartex – Mental Hangover
Overmind – Everybody Let‘s Fuck
Turbulence – Whurlwind
Rotterdam Termination Source – Poing
Rotterdam Termination Source – Poing Remix
Boing – Boing
Sperminator – Uptempo
Pelgrim – Amen
Sperminator– No Women Allowed
Pelgrim – Get Bouncy
Rotterdam Termination Source – Freyenord
SIDE B
Tellurian – Navigator RMX
Lory D– Coldbringer
Cyborg – Ferry
Sector Nord – Techsociety
Maximum Peak – Slammin
Tomdroid – Adrenalin Chords
Deutschlands härteste Oma – Deutschlands härteste Oma
Fred – B2
Mutant Nation – Aural Sequence
Private Production – Looped
Ace The Space– 9 Is A Classic
Moka – Poison Blood
I.S.Q. – Trash Metal Puke
