Doku Overload: Twist- Hinter den Beats, Techno Rush, Exzess Berlin, Laurent Garnier – Off The Record, Capital B

Eine Konvolut von DJ bzw. Techno Dokus flutet gerade mal wieder die Sender und ich habe mir mal die Mühe gemacht die alle anzusehen, vielleicht auch damit ihr es nicht müsst. Fangen wir mal an mit


Twist- Wie werde ich DJ auf Arte. Hier gibt’s den Untertitel „Wie wird man DJ“ und dazu werden David Guetta, Amelie Lens, Alle Farben und Lovra begleitet und befragt. An den Protagonisten erkennt man schon, das es sich nicht wirklich um eine Technodoku handelt, alles was hinter CDJs steht ist halt DJ. Amelie Lens wird mittlerweile von einer Hollywood Firma gemanaged, mit David Guetta und Alle Farben haben wir zwei Protagonisten die auch gerne mit prerecorded Sets auftreten, auch wenn Alle Farben das mit „die Reihenfolge steht, aber mixen tue ich noch selbst“ etwas zu relativieren versucht. Dann ist da noch Lovra aus Berlin, die mit ihren 148.000 Followern als Newcomerin gefeatured wird. Man erfährt wenig neues, sieht die üblichen vollen Arenen vor deren Massen der kleine DJ steht, der sie gleich völlig wegblasen wird. Clubs werden erwähnt, als Einstieg zum DJing, das ultimativ natürlich auf den großen Bühnen stattfindet, zur Not halt auch prerecorded und mit Mikrofon zur Animation wie beim Malle All Inclusive Urlaub. Schön auch der Moment wo Guetta meint das bei Instagram DJs keiner mehr tanzt und alle die Handies auf den DJ richten und der Cut das dann genau bei ihm der Fall ist und im nächsten Moment sogar auffordert dies zu tun.
Ach so, wie wird man nun heute DJ? Fleiß, Originalität, Signature Sound, Team im Hintergrund, Social Media Aktivität, fast alles scheint wichtiger als die Musik, so stellt sich das Arte heute vor.



Mit Exzess – Berlin beleuchtet die ARD in 3 Teilen die Nachtclub Szene in Berlin seit den 70ern, eigentlich also recht spät, um sich bis auf’s heute vorarbeiten. Mittels vieler Cuts wird sich dann, angefangen bei Romy Haag und Zaza de Paris über Disco, Punk, Metropole, Dschungel etc bis zu den unvermeidlichen Tresor und E-Werk vorgearbeitet und das nichtmal schlecht, sogar Bildmaterial aus Vorwende Ostclubs wurde aufgetrieben.
Das hier Westbam durchmoderiert scheint sogar durchaus verständlich, so angefangen als Metropol Resident und dann als Technozeuge, nur das er hier lediglich in seinen typischen Überschriften spricht ernüchtert ein wenig.
Schade auch das wieder nur die jeweiligen Leuchttürme der jeweiligen Epochen beleuchtet werden, was zwar einerseits verständlich ist, schließlich ist die Zeit pro Folge beschränkt, wird aber der Sache von Berlin nicht gerecht, denn gerade die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Locations der Epochen macht und machte die Stadt ja aus. Die Protagonisten aus der Jetztzeit finde ich persönlich nicht so gut gelungen, da hätte es repräsentativere gegeben, but that’s just me.


Weiter geht‘s mit Techno Rush wobei ich vorweg schicken muß, das ich da auch für einige Aussagen zuständig bin. Eigentlich komme ich sogar in den beiden ersten Teilen des Dreiteilers recht oft vor, aber das ist, wie das meiste Material der Doku, schon bekannt.Auch die meisten befragten kennt man mit anderen Sätzen schon aus anderen Dokus, sei es Elsa for Toys, Ellen Allien, Paul van Dyk oder Juan Atkins. Daniel Bier, aka DJ Disko macht seinen Job hier sehr gut und RTL plus wird sich im Nachhinein wahrscheinlich zumindest auf die Zähne gebissen haben auch hier wieder Westbam als Narrator verpflichtet zu haben, war der doch schon eine Woche vorher in obiger Doku in ähnlicher Rolle zu sehen. Wieso eigentlich immer wieder Westbam? Fragt man sich spätestens hier. Wer also Techno City und ähnliche Dokus schon gesehen hat, wird kaum neues entdecken. Richtig ärgerlich hingegen ist diese reingeschnittene Begleitung der Karriere dieses bestenfalls unter EDM zu verbuchenden Major Acts Mausio und das in Verbindung mit einem Westbam lässt halt den Geschmack aufkommen, das man von Techno nicht viel verstanden hat, bzw. nur den kommerziellen Aspekt sucht und das ist schade, denn ansonsten ist die Doku eigentlich recht gut gelungen- gäbe es nicht schon zig andere mit gleichem Thema und gleichem Bildmaterial. So hat es den Anschein das diese Doku nur dazu gemacht wurde um diesen Mausio irgendwie dort als Techno unterzubringen, sei es vom Major oder vom Management. Natürlich geht die Zeit weiter und Dinge ändern sich, aber einen jungen DJ zu verfolgen, der bei einem Major unterschrieben hat und nun mittels Agentur auf Festivals gepresst wird, damit er die Investition in ihn wieder rausholt? Da gäbe es wirklich genügend authentischere junge Künstlerkarrieren , die man in diesem Zeitraum hätte begleiten können, die keine komplette Fehlbesetzung wären, ich nenne nur mal Klangkünstler, Wallis oder Justine Perry als Beispiele.
Teil 3 kann man sich unter anderem auch deshalb sparen und auch sonst ist die Doku ab den 2000ern etwas aus der Kurve geflogen. Schade.



Kommen wir zu den erfreulicheren Dingen, bzw so wie man es richtig macht:
Laurent Garnier – Off the Record zeigt Laurent’s Werdegang und macht sich dabei naheliegenderweise zugleich zunutze die 30 Jahre Geschichte von Techno zu dokumentieren. Das passiert dabei schön ineinandergreifend und nachvollziehbar, was natürlich auch an Garnier’s jovialer Art liegt. 90 Minuten die wirklich schnell rumgehen ohne ärgerliche Cringemomente.


Nicht ganz im Thema Techno, aber durchaus auch dort eine Rolle spielend ist Capital-B Wem gehört die Berlin das sich in 5 Teilen akribisch damit beschäftigt wie Berlin seit dem Mauerfall zu dem wurde, was es heute ist. Und natürlich darf Techno dort nicht fehlen, denn Tresor, Loveparade usw. haben ja einen beträchtlichen Teil dazu beigetragen aus der ungeliebten Ex-Mauerstadt einen Magneten zu erschaffen, der eben auch zu den Problemen führt, die damit bis heute einhergehen. Dazu werden so ziemlich alle politisch verantwortlichen, von Diepgen über Wowereit, von Landowsky über Sarrazin interviewed, aber auch z.B. Danielle De Picciotto und Jonny Stieler aus dem Techno Umfeld, als auch Andre Holm, Renate Künast und ein ganzer Haufen mehr. 
Dabei wird einem von Folge zu Folge klarer, das, während wir schön gefeiert haben, andere die Stadt für sich aufgeteilt haben und wir nur sowas wie die Staffage für ihre Imagefilme zum Verkauf wurden. Frappant auch, das keiner aus der Politik, bis heute, irgendwelche Fehler zugeben mag oder sich für irgendwas schuldig fühlt, ging halt nicht anders.
Insgesamt sehr sehenswerte 5 Stunden, in denen man sich so manches mal auch schwarz ärgert, aber um es mit Jonny’s Worten im letzten Teil zu sagen: „Berlin ist eine tolle Stadt, trotz der Politik“

Neuer Mix: Tanith Birthday Bash Tresor 04.08.2023

Über 32 Jahre lege ich nun schon in dem Laden auf, etwas länger als mein halbes Leben! Und ich danke dem Tresor für die Möglichkeit diesen diesmal dort abzuhalten. Immer wieder schön.
Ich machte das Intro, ich mag das weil man so die Geschichte schön steigern kann und das Setting für die Nacht setzt. Nach den 4 Stunden feierte ich noch mit Frau und besten Freunden weiter, Octave One oben im Globus wußten mich auch zu begeistern.
Hier nun also das komplette 4 stündige Set zum Nachhören und Nachfeiern:

Wer’s mit krasser Optik mag hier komplett animiert von Rene Meier, Danke dafür nochmal:

oder nur zum Hören wie immer auf Soundcloud:

Vanmoof insolvent und pleite

Wie man aus diesem Blog weiß, bin ich seit 2017 großer Fan dieser Firma gewesen, zuerst mit dem Smart S, noch ohne Motor und ab 2020 mit dem S3, meinem zweiten E-Bike. Bis zum Jahreswechsel hatte ich auch keine Bedenken was die Firma anging, ich wußte das viele Probleme mit der proprietären automatischen Gangschaltung oder dem eingebauten Akku hatten, meins hingegen ließ mich nie im Stich, lediglich der Kabelbaum Muster mal gewechselt werden, weil das Frontlicht ausfiel. Zwar fängt bei so vielen Negativberichten immer die Angst mit das irgendwas was kaputt geht, aber wie gesagt, bislang toi toi toi und 3 mal auf Holz geklopft. Nun machte seit gestern die Runde, was seit ein paar Tagen unvermeidlich erschien, Vanmoof ging in die Insolvenz um einen Käufer zu finden. Ob und wie das passiert bleibt abzuwarten, meine 3 Monate Restgarantie, geschenkt, auch wenn die Gangschaltung erste Anzeichen macht. Blöd halt nur das zukünftig Ersatzteile schwer bis gar nicht zu finden sein werden, das was Vanmoof bislang ausmachte, nämlich ähnlich wie Apple fast alles in-house zu konstruieren und zu entwickeln, damit ein Gesamtkunstwerk von Bike daraus wird, gereicht nun zum Nachteil. Für mein erstes E-Bike, eine Gazelle von 2019, kriege ich auch heute noch sämtliche Ersatzteile, von Gangschaltung über Akku bis zum Bosch Mittelmotor, sieht aber beileibe nicht so ästhetisch aus und hat eben nicht solche Suchtstoffe wie einen Boostbutton eingebaut, der einen aus dem Stand an allen anderen an der Ampel vorbei katapultiert oder Berganstiege zur wahren Freude machen. Ein Vanmoof war eben etwas anderes, alles andere nur E-Bikes. Aufgrund der Masse an Bikes mit Mängeln bin ich daher sehr skeptisch ob sich da ein Käufer finden wird und am meisten Leid tun mir die Leute die vor kurzem noch ein Bike der neuen Reihen S4 oder S5 gekauft und bestellt haben und nun leer ausgehen könnten, Geld weg und kein Bike. Die Lügen und Vertröstungen dieser einstmals so großartigen Firma in der letzten Zeit sind das Ende einer einst großartigen Idee, die wieder einmal von Investorenwünschen konterrkariert sein dürften. Wachstum zu schnell, den Markt gleich weltweit aufmischen wollen und dazu unkluge Entscheidungen wie z.B. Ersatzteile nicht mehr, wie am Anfang, einfach dem Kunden schicken, stattdessen Einschicken nach Holland bis am Ende gar keine Ersatzteile mehr da waren. Mulmig wurde einem dann als plötzlich die Website keine Verkäufe mehr tätigen konnte und sich im Nachhinein das Bauchgefühl bestätigte, das hier so einiges nicht stimmen konnte. Erst hieß es „Unsceduled maintenence“ dann das man erstmal den Bestellungsrückstau abarbeiten wolle – mitten in der Saison- und am Ende verdichteten sich die Gerüchte dermaßen, das der Amsterdamer Brandstore polizeilich geschlossen werden mußte, weil wütende Kunden ihre Bikes in Reparatur zurück haben wollten, bevor sie in der Insolvenymasse untergehen, woraufhin alles Stores geschlossen wurden, um die Mitarbeiter zu schützen.
Es war schon ein echter Krimi das die letzten Tage zu beobachten, bis gestern Abend endlich mal offizielle Statements der Gründer auftauchten und sich die Gewissheit manifestierte. Der Gipfel der Abstrusität war dann, das ausgerechnet der Mitbewerber Cowboy eine App rausbrachte, mit der sich die Bluetooth Keys der Bikes speichern lassen, auf das die Bikes auch noch rollen können, wenn die Vanmoof Server abgeschaltet werden und man nur noch eine Haufen Metall und Eletronikschrott als Bike hätte.
Mittlerweile versuchen sich aber einige aus der großen Vanmoof Community gegenseitig zu helfen und es könnte recht spannend werden was die Ergebnisse so zeitigen. Vom Umbau auf Alfine Schaltung, bis zur Reparatur des E-Shifters gibt es bereits Anleitungen, es gibt Anläufe zu Reparatur Cafes und derer Dinge mehr um die Vanmoof auf der Straße zu halten. Wer weiß was da noch so an Momentum passiert und was aus den eigentlich verlorenen Bikes noch werden könnte.
Eine gute Seite um sich über die DIY Fortschritte zu informieren ist z.B. Openmoof

Mein Set vom Meeresrausch Festival 2023

Lange kein Set mit aktuellen Tracks mehr gepostet und so kommt jetzt hier mein Set vom diesjährigen Meeresrausch Festival.Es war das erste Mal Meeresrausch Festival für mich und hatte vorher nur gutes darüber gehört, das sollte sich bestätigen. Ein Festival mit Meerblick und Sand unter den Füßen, nicht zu groß und nicht zu voll in sehr entspannter Atmosphäre, ich habe es sehr genossen und kann es nur für nächstes Jahr weiter empfehlen. Übernommen hatte ich gegen 1:00 von Alexander Kowalski.
Hier noch der Instagram Fotodump dazu:

Mein Open Air Set für Tekknozid, RSO.BERLIN, 10.06.23

Für mich war das vielleicht die beste Tekknozid bislang, was auch an der musikalischen Diversität lag, es gab, auch bedingt durch drinnen und draußen, wirklich die ganze Bandbreite und dabei jedes Set das ich mitbekommen habe sehr charakterstark.
Ich hatte mich sehr darauf gefreut endlich mal ein Open Air Classics Set spielen zu können, da draußen, zudem am frühen Abend, ja was ganz anderes ist als nachts drinnen. Es ist eh jedesmal eine Herausforderung sich in den Sets nicht zu sehr zu wiederholen, was für alle Seiten langweilig wäre und draußen bieten sich nunmal ganz andere Tracks an, somit klingen diese 3 Stunden hier auch mal wieder ganz anders, als was man sonst von mir bei Tekknozid gewohnt ist.

So klang das 1993 im Exit

Es gibt einige digitalisierte Tapes, die angeblich aus dem Exit existieren, aber bei kaum einem würde ich sagen dem ist wirklich so. Bei diesem hier ist das anders, da gehe ich ziemlich sicher davon aus das die Herkunft stimmt, vermute aber es war kein Sonntag, sondern ein Freitag, den Special und ich ja damals auch bestritten.
Ja, so klang das damals, für heutige Ohren ziemlich Kraut und Rüben, aber es war eben noch nicht so stilformatiert, wie sich das dann später entwickelt hat. Wann Specials und mein Teil jeweils anfängt kann ich nicht sagen und Dank an Rene Meier für’s finden, digitalisieren und reinstellen, auf dem Kanal gibt’s noch einige Perlen zu finden!

Ein paar Gedanken zur neuen Ableton Push und Logic Pro auf dem iPad

Jetzt, nachdem ich mich ein paar Tage mit den beiden neu gelaunchten Produkten vom 23.5. beschäftigt habe, mit Logic praktisch, mit der Push theoretisch, habe ich mal ein paar Gedanken dazu gesammelt, denn so unterschiedlich die Produkte sein mögen, eine Ähnlichkeit sticht hervor. Und zwar scheint es mir bei DAWs einen Trend zu geschlossenen Systemen zu geben, bei Logic Pro auf dem iPad begründet sich das vor allem auf die fehlende Unterstützung von Vsts, lediglich AUV3 werden unterstützt, davon gibt es noch recht wenige, die sowohl auf dem iPad als auch auf M1 oder M2 Macs erhältlich sind oder auf beiden Plattformen funktionieren. Bei Ableton ähnlich, die standalone Version unterstützt keine Drittanbieter Plugins, also bleibt man bei beiden am besten bei den mitgelieferten Plugins und Effekten, soweit man kompatibel zu seiner Rechnerumgebung bleiben will. Das ist in beiden Fällen mittlerweile auch ok, wenn man die Ausstattung bedenkt, die heute mitgeliefert wird, finalisieren muß man dann halt weiterhin auf dem Rechner, falls man da unverzichtbare Tools in der DAW hat. Trotzdem ein Trend, der nicht unbedingt gutes Bauchgefühl macht.
Nicht nur von daher macht für mich die neue Ableton Push standalone wenig Sinn, als Mobilgerät zu groß und live mache ich damit nichts, und MPE Pads sind für mich nicht relevant, oder besser gesagt keine 1000€ Neuinvestition ohne standalone wert, da reicht mir meine Push 2 noch, obwohl mir der Workflow mit den neuen Dials schon besser vorkommt. Das gilt aber lediglich für mich, your milage may vary. Was ich bei der neuen Push wirklich beklatsche ist, das sie so modular daher kommt, das man standalone nicht nur nachrüsten kann, sondern auch Speicher und CPU wechseln kann, das sollte Standard werden und dafür großes Lob an Ableton.

Mit Logic hatte ich vor der iPad Version bestimmt 20 Jahre nicht mehr gearbeitet, kann mich aber noch gut an Hardware Studiozeiten damit und meinem Hassel mit dem Environmentfenster erinnern. Davon ist zum Glück nichts mehr übrig in Logic Pro auf dem iPad, dafür wirkt alles sehr aufgeräumt und durchdacht. Ich habe jetzt keinen Vergleich zur aktuellen Studioversion von Logic, aber der Browser, der quasi auch die Zentrale darstellt, daran könnten sich andere wirklich mal ein Beispiel nehmen. Auch was man an Soundpacks und Presets dazu geschmissen bekommt ist erste Sahne. Es kommt an einigen Stellen sogar echtes Abletonfeeling auf, wenn man z.B. die Effektlane oder Liveloops Seite vergleicht. Vermissen tue ich Midi CCs noch, so das man Midicontroller anschließen oder konfigurieren kann und sei es nur für Transport Controls. Das einige Synths das bereits rudimentär eingebaut haben, lässt mich hoffen, das das noch bald nachgeliefert wird. Ebenso vielleicht die Integration der eigenen Samplelocations in den Browser, dafür muß man bislang noch per Splitview die Files App benutzen, was zwar ok ist, aber nicht gerade elegant oder konsequent, wenn man schon so einen tollen Browser hat.
Auf die ganzen Highlights wie BeatBreaker oder den Alchemy Sampler, will ich an dieser Stelle noch gar nicht eingehen, aber insgesamt aber ist das schon ein sehr gelungenes Package für eine DAW in Version 1, sehr durchdacht und wirklich auf und den begrenzten Platz eines Tablets hin optimiert. Es macht wirklich Spaß sich mal wieder mit dem alten Schlachtschiff in neuem Gewand zu beschäftigen.
Man kann mit Logic auf dem iPad auch sehr gut ohne Midicontroller arbeiten und so gesehen sind beide Releases von Ableton und Logic zwar allein schon im Sinne von Hard und Software komplett unterschiedlich, aber im Sinne von Standalone dann auch wieder sehr ähnlich. Ob man die 5€ monatlich oder 50 € jährlich dafür berappen will, bleibt jedem selbst überlassen, aber den kostenlosen Probemonat sollte man jedenfalls unbedingt mitnehmen und ich bin gespannt was beide zukünftig in ihren Updates zu bieten haben.

iOS Musik Playground

Heute startet Logic Pro auf dem iPad, dem die Show etwas vom gerade erschienenen Push Standalone für Ableton gestohlen wurde, und für viele wird es der Moment sein, bei dem sie erstmals aufmerken und iPads als ernstzunehmende Musikproduktionsplattform wahrnehmen. Klar, werde ich mir auch angucken und nach einem Monat entscheiden ob es mir die jährliche Subskription von 49 € wert ist. Aber iPad kann eigentlich viel mehr als Desktop DAW’s spiegeln, dafür gibt es z.B. schon Cubasis. Eher hat sich die iOS Musikwelt lange als Geheimtip und experimenteller Playground für zuweilen sehr nerdigen Kram entwickelt. So gab es z.B. Korg’s Gadget schon lange auf dem iPad bevor es seinen Weg auf den Rechner fand. Die Vorteile einer Touchumgebung lediglich auf Portierung der Rechnerumgebung zu reduzieren wird der Sache nicht gerecht und so gibt es Apps die ein ganz anderes Arbeiten möglich machen, als man das von Rechnern oder den üblichen DAWs gewohnt ist. Wie sagte es einer meiner Musikheroen von damaligen Hi-Ryze und Ubik, Dave Campbell, in einem meiner Facebook Threads: „Using it has brought fun and playfulness back to music making“
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