Ich sehe es ja schon an meiner gesunkenen Postingfrequenz in Social Media, Welpenerziehung kostet Zeit und zwar nicht wenig. Von daher kann ich gut verstehen, wenn sich jemand anstatt einem Welpen lieber einen Junghund zulegt, der schon stubenrein ist, die alles zerbeissende Zahnung hinter sich hat und die ersten Kommandos kann. Andererseits, was einem dadurch entgeht! Jeder Tag ein anderes Abenteuer, das man gemeinsam erlebt und damit die Bindung verstärkt. Die Runden werden größer und dabei wird natürlich viel neues entdeckt, die Sozialisation mit anderen Hunden, den Nachbarskindern, das man im Wasser planschen oder auf umgefallene Bäume klettern kann und ganz wichtig in dieser Phase, Ängste überwinden! Da hat jeder Welpe so seine eigenen, Pankow z.B. hatte nachts Angst vor Müllbeuteln auf der Straße, weil die, oben zusammengeknotet, für ihn wie riesige Monster mit Ohren dran aussahen, da hilft dann nur draufzugehen und zeigen, das davon eben keine Gefahr ausgeht. Masha sind bis jetzt Straßen mit Autos nicht geheuer, am liebsten ist ihr alles was grün und ohne Asphalt ist, aber um ihr die Angst zu nehmen, müssen wir halt schrittweise immer wieder auch an Straßen lang. Macht uns beiden weniger Spaß, müssen wir jetzt aber durch. Ansonsten üben wir schon die ersten Kommandos, wie Sitz und Platz, bevor es an komplexere Dinge geht.
Mag sich alles anstrengend anhören, ist aber auch meist sehr lustig.
Kategorie: Freitagshundebild
Das Freitagshundebild – Introducing Masha
Hallo, das ist Masha und wie bei meinen vorigen Hunden, Sy und Pankow, werde ich euch teilhaben lassen, wie wächst und gedeiht.
Pankow ist leider vor einem Monat an einer Magendrehung viel zu früh verstoben, es war schrecklich und herzzerreissend wie schnell das ging, innerhalb einer Stunde war es passiert, als ich bei der Tierklinik ankam war es schon zu spät, weitere Details möchte ich ersparen, sowas wünscht man keinem Hund und keinem Besitzer.
Ich dachte eigentlich das es nun dauern würde bis ich darüber hinweg käme und erstmal keinen neuen Hund zulegen werde, aber es kam wie mit Sy, innerhalb von ein paar Tagen wurde der Wunsch größer, allein schon wegen dem Loch, den der Verlust dieses wichtigen Mitglieds unserer Familie hinterließ und auch Spaziergänge ohne Hund sind je eher was depressives. Also erwischte ich mich dabei, wie ich mit „nur mal gucken“ auf Hundeseiten landete. Im Laufe dieses, dann doch langen, Prozesses landeten wir bei Masha, 4 Monate alt im Tierschutz in Bulgarien, ein Husky-Tamaskan Mix, deren Mutter dort abgeliefert wurde und am gleichen Tag den Wurf gebahr.
Der Mix ist interessant und wahrscheinlich auch gleichzeitig eine Challenge, die ich gerne annehme, denn sowohl der Husky, als auch der Tamaskan, braucht extrem viel Bewegung, aber will auch geistig beschäftigt sein, sonst macht er das eben selbst und dann ist auch mal ein neues Sofa oder sonstige Möbel fällig. Zudem sehr intelligent und als Ausbruchskünstler bekannt, heißt er guckt sich z.B. an wie man Türen öffnet und tut das dann selbst. Bei Masha scheint, rein vom Fell her, der Tamaskananteil zu dominieren, diese sind eine relativ neue und bislang seltene Rasse, die es wohl erst seit den 80er Jahren gibt und daraufhin gezüchtet wurden, wie ein Wolf auszusehen, ohne Wolfattribute zu haben. Heißt, ähnlich wie beim Husky, das sie sehr menschen- und hundefreundlich sind, dazu eher nicht bellen, sondern heulen und mit einem „sprechen“, was auch heißt sehr stur und eigenständig zu sein und mit einem zu diskutieren wenn ihnen was nicht passt und Kommandos hinterfragen. Ich sag ja, eine Challenge die ich gerne annehme.
Nun ist sie seit einer Woche bei uns und ihre anfängliche Angst verliert sich täglich mehr, sie kannte ja nichtmal Wohnung von innen! Mittlerweile ist sie gut Freund mit sämtlichen Hunden und Kindern aus der Nachbarschaft und die Zeit der Ersteindrücke darf ruhig noch eine Weile anhalten
