In der letzten zeit war ich ja mal wieder vermehrt in den Medien zu finden, genauer gesagt einmal das Interview bei Berlin Booth und zum anderen bei Westbam’s Radiosendung auf Radio Eins. Beide möchte ich hier mal verlinken, so unterschiedlich die Formate sind, gab es doch thematische Überschneidungen.
Da sich viele wunderten, das ich ausgerechnet bei Westbam in der Sendung auftauchte, bzw. bei der Raving Society Veranstaltung gebucht war (Wo mein Set dann aufgrund polizeilicher Schließung der Veranstaltung nicht stattfinden konnte, aber das ist eine andere Geschichte), hier mal die Aufklärung:
Westbam und ich hatten in den letzten Jahren immer mal wieder Begegnungen mit guten Gesprächen, wir kommen gut miteinander klar, auch wenn uns musikalisch vermutlich immer noch Welten trennen, aber das ist egal, denn die Fronten verlaufen heute anders als in den 90ern. Und wenn wir beide es schaffen unsere Vorbehalte und Blockaden zu überwinden, dann ist das auch ein Zeichen an die Welt es vielleicht auch mal zu probieren und die Kriege hinter sich zu lassen.
Aber hier nun beide Sendungen:
OneLibrary ein DJ Stick für alle Formate
Als ich heute das Update meiner Leib und Magen DJ Software Algoriddim DJ Pro herunterlud und die Release Notes las, in der Hoffnung das der neue Native Instruments Controller MX2 unterstützt würde, war ich zuerst enttäuscht, weil dem nicht so war. Dann stolperte ich über den ersten Punkt:
•Added USB Library source using the new OneLibrary format, developed with AlphaTheta: access playlists, cue points, loops, and beat grids transferred from djay on other devices or from CDJs via USB storages devices
Das klang interessant und ich tat mich mal in die Materie rein und in der Tat, das liest sich so gut wie es klingt, One Library ist ein Format für alle Music Libraries, egal ob man den Stick oder die SSD nun in Pioneer Hardware, Traktor oder eben DJ Pro lädt! Kein mühsames,langwieriges und fehleranfälliges konvertieren zwischen den Systemen mehr, lediglich Denon und Serato scheinen noch nicht dabei zu sein.
Hier wird der Prozess erklärt:
hier nochmal ausführlicher:
ich benutze das Wort ja nur ungern, aber das ist ein Gamechanger!
Heißt für mich jetzt, ich kann z.B. die konkurrenzlos guten Beatgrids von DJ Pro in Rekordbox importieren und auf den CDJs laufen lassen, yay!
Die einzige Frage die ich gerade noch habe ist: Warum erst jetzt?
Breakcore Frontpage 1992
vor 33 Jahren,1992, als ich das Wort Breakcore erfand und die ersten Breakbeatparties in Berlin veranstaltete. Ich möchte nicht verantwortlich gemacht werden!
Transscript:
Breakcore
Dieser Sommer stand, zumindest in Berlin, ganz im Zeichen des Breakbeats. Während in England die gesamte Schreiberszene mitlerweile die Nase über beschleunigte Hip Hop Beats mit hingestreuten Piepsvocals und sonstigem Nonsens rümpft, geht es in hiesigen Clubs erst richtig ab wenn Force Mass Motion, Altern 8 oder Homeboy, Hippie and a Funky Dread auf dem Tellern liegt.
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Ist das Prompt, dann kann das weg?
Letztens gab es Kritik, warum ich ChatGPT benutze um in diesem Ghibli Hype ein Paar Bilder und eine Action Figur von mir bauen zu lassen (siehe Bilder unter dem Text).Und klar finde ich es auch eher merkwürdig, das SciFi uns versprochen hat das die Maschinen uns irgendwann mal die Arbeit abnehmen, damit wir uns der Kreativität widmen können, stattdessen macht die Maschine gerade zunehmend die Kreativität und wir arbeiten wie gehabt weiter oder es laufen sogar ganze kreative Berufsfelder Gefahr, das KI sie verdrängt oder obsolet macht. Die Gefahr sehe ich durchaus, ist aber nun auch nichts Neues, meinen einstmal erlernten Beruf des Druckvorlagenherstellers gibt es heute auch nicht mehr, damals war es der Computer, der ihn obsolet machte. Auch klar dürfte sein, das hier wieder mal eine Lösung für vieles geschaffen wurde, bevor so ethische Fragen wie Geldverteilung in Zukunft, wenn Maschinen und KI einen Großteil dessen verrichten können, wofür heute noch Berufe nötig sind.
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Krachgarten #22 D&B
Mir war mal wieder danach Drum & Bass zu mixen
Ein einstündiges Interview mit mir: Tanith | Kritik der Zukunft – Dialoge mit der Gegenwart
5 1/2 Stunden Tresor X C/O Berlin Finissage Closing Set visualisiert
Vor ziemlich genau 2 Wochen hatte ich das Vergnügen im Tresor mit Koryphäen wie Alan Oldham, Josh Wink und Miss Djax zur Finnisage der Ausstellung „Träum Weiter“ von C/O Berlin auflegen zu dürfen. Ich hatte das Closing Set ab 7:00 bis zum Ende gegen 12:30 und natürlichj aufgenommen. Rene Meier hat das congenial visuell umgesetzt und hier ist das Ergebnis, 5 1/2 Stunden in Bild und Ton:
Wer nur das Audio braucht, das gibt es hier:
Adventspecial 4: Pre- Proto- & Early Techno
(English Version below)
Der letzte Mix in diesem Special im XXL Format, 2 Stunden da wo ich herkomme, mit einer Zeitspanne von ca.40 Jahren. Tracklisting findet sich wie immer im Mix auf Soundcloud. War mir wichtig mal aufzuzeigen, das das was wir heute Techno nennen durchaus schon in den frühen 80ern seinen Anfang nahm und ich hoffe die wilde Reise durch die Dekaden macht es verständlicher wo mein Technobegriff herkommt. Aktuellen Techno gibt’s dann wieder im neuen Jahr.
Bis dahin feiert schon, kommt gut rüber und aktuellen Techno gibt’s dann wieder sehr bald im neuen Jahr!
The last mix in this special in XXL format, 2 hours where I come from, with a time span of about 40 years. Tracklisting can be found as always in the mix on Soundcloud. It was important to me to show that what we call techno today started in the early 80s and I hope the wild journey through the decades makes it easier to understand where my concept of techno comes from. Current techno will be back in the new year.
Until then, party on Christmas, happy new year and you’ll be hearing actual Techno again very soon in the new year!
Krachgarten Adventspecial 3 Drum&Bass
(english version below)
Das dritte Adventspecial widme ich Drum&Bass, welcher mir dieses Jahr hindurch große Freude bereitet hat. Meine These ist ja u.a. das gewisse Spielarten des D&B eigentlich das sind, wohin sich Detroit hatte hin weiterentwickeln sollen, anstatt Mitte der 90er nur noch mit der Verwaltung des bisher geleisteten weiterzumachen. Aber natürlich tut sich da ein noch viel weiteres Feld auf und ich gebe zu, aus diesem Kosmos gefallen mir auch nur 10% dessen was da herauskommt. Ich weiß nicht wie das allgemein so gesehen wird, aber ich fand es trotz, oder eben vielleicht auch wegen, des neuerlichen Aufschwungs des Genres ein gutes Jahr für D&B. Neben dem immer gleichen Neuro, das so in etwa das Pendant zum Hard Techno sein dürfte, oder dem Jump Up, den ich nicht verstehe, gab es in den letzten Jahren durchaus auch neue Ansätze oder Rückbesinnungen auf die Anfänge oder gar Jungle. Ich behaupte mal, das jeder der sich darauf einlässt auch seine Nische finden kann, meine sieht in etwa so aus:
I’m dedicating the third Advent special to drum & bass, which has given me great pleasure throughout this year. My thesis is,, that certain varieties of D&B are actually where Detroit should have developed further, instead of just continuing to manage what it had already achieved until the mid-90s. But of course there is a much wider field opening up and I admit that I only like 10% of what comes out of this cosmos. I don’t know how it’s generally viewed, but I thought it was a good year for D&B despite, or perhaps because of, the recent upswing in the genre. In addition to the same old Neuro, which is probably the equivalent of Hard Techno, or Jump Up, which I don’t understand, there have also been new approaches or a return to the beginnings or even Jungle in recent years. I would say that anyone who dips in can also find their niche, mine looks something like this:
Adventskalendermix 2: Jungle
(English version below)
Wie ich letzte Woche ja schon schrieb, war ich dieses Jahr auch wieder vermehrt in anderen Genres diggen, unter anderem auch im Jungle, der in der letzten Zeit ein fröhliches Revival feiert. Ich weiß, ist ein schwieriges Thema in Deutschland, aber immer wenn mir Techno zu ernst oder stumpf wird, besinne ich mich darauf, das mir die englische Hardcore Continuum Schule ja eigentlich näher ist als die Detroit/Chicago Schule.
Dabei kann man den Jungle in diesem Mix wahrscheinlich nicht puristisch sehen, ich höre das ganze natürlich mit meinem Background eher aus einer Technoperspektive. Da ich diese Genres aber seit den Anfängen mitverfolge sind die Grenzen für mich da eher fliessend und somit ist der Mix sogar ganz kompatibel zum dem von letzter Woche.
As I wrote last week, I’ve been digging more and more other genres this year, including jungle, which has been celebrating a happy revival recently. I know it’s a difficult topic in Germany, but whenever techno gets too serious or dull for me, I remember that the English hardcore continuum school is actually closer to me than the Detroit/Chicago school.
You probably can’t take a purist view of jungle in this mix, of course, with my background I tend to listen to it from a techno perspective. But as I’ve been following these genres since the beginning, the boundaries are rather fluid for me and so the mix is actually quite compatible with the one from last week.

