Leider diesmal ohne Playlist, weil nicht auffindbar und auch ohne Jahresangabe, ich bin mir aber ziemlich sicher das er aus dem Jahr 1990 oder 91 stammt, denn so klang das damals im UFO.
Das mit dem Acid sollte man jetzt nicht zu wörtlich nehmen, aber damals war der Begriff halt auch noch etwas weiter gefasst.
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Tanith Tape Archiv 04: TANITH MIX Vol. III # 9 Drug Music – 25.04.1992
1992! Die Playlist beinhaltet eine Menge Tracks, die ich auch heute noch gern spiele:
Side A
Irresistible Force – Underground (Ambient Mix)
Secondwave – Let the Groove
Jam + Spoon – My Fist Fantastic FF
Equitex – Stylus Flight
Test – Overdub
Two Pieces – United in One
Insider – Destiny
Aphex Twin – Metapharstic
Messiah – There Is No Law
Turbulence – Whirlwind
SIDE B
C.J. Bolland – Space Invader
Signs of Chaos – You Can’t Stop It
Skydiver – Humanoid
Global – Brain Dead
Beltram – Machines
Space Cube – Kool Killer
Sound of R. – 901101
Paolo Zeretti – Power
Global -Gear Freak
9-10-Boy – Videobash
Cell-u-loid – Nervous, Tense, Tired (NRG Remix)
Tanith Tape Archiv 03: DJ TANITH MIX Vol. III #1 New Gear Mix 1991-1992
Diese Woche passenderweise ein Mix den ich zum Übergang der Jahre 91 auf 92 gemixt habe.
Und vielen Dank nochmal an Rene Meier für’s Digitalisieren!
SIDE A 1.
Speedy J – Something for Your Mind
Space Cube – Sub Audible
Melody – Beat Your Heart Out
Gateway Experience – Twin Freaks (Remix)
Spirit of Adventure – Total Distortion
Mescalinum United & The Mover – We Have Arrived (Original Mix)
Phenomena – Who Is Elvis (+9 Remix)
Meng Syndicate – Sonar System (Contact Mix)
Sonic Solution – Beat Time
Fierce Ruling Diva – Rub It (Remix)
Six Bells All – Overdrive
Age (aka Thomas P. Heckmann)- ?
Zonec – Happy Acid
SIDE B 1.
Zonec – Happy Acid
Age (aka Thomas P. Heckmann)- ?
Genetic Bass – S3
Komakino – Komaslide
TL DJ – Rotation
Nico – Vision
Quartermain – Just Good Friends
Meng Syndicate – Sonar System (Vanderweyde Mix)
Space Cube – Strange Pain
Digital Experience – ?
Tanith Tape Archiv 02: Mix LV – Chill Out Mix 12.09.1990
So zwischen den Jahren kommt so etwas chilliges vielleicht ganz gut. Im Gegensatz zum Mix von letzter Woche sieht man schon das sich innerhalb eines Jahres viel getan hat. Wir befinden uns mitten in der Bleepphase, bzw. eigentlich schon im Ausklang, finden aber mit Meat Beat Manifesto, Cabaret Voltaire oder Count Zero, hinter welchem ja Richard H.Kirk von den Cabs steckte, durchaus auch Zeitgenossen, die ebenso zur Industrialphase vom Tape letzter Woche gehörten und ebenso wie ich den Switch von dort zum Techno vollzogen. Und auch Detroit ist mit auf der Landkarte, aber eben nicht, wie man heute verklärt, als früher Dominator, sondern gleichberechtigt neben anderen.
SIDE A
Bass-O-MatIic – Set the Controls
P.W.E.I. – Ciccolina Replay
Meat Beat Manifesto – Psyche Out
Shamen – Make It Mine
Baby Ford – Positive ID
Count Zero – Positive
Unit 93 – Trust No One
Trak One – Motion
Confidential – Energise
Confidential – I Am the Frequency
Primea Fancy – Jet Black At Birth
SIDE B
Suburban Knights – Worlds
Digital Distortion – Certain State of Mind
Suburban Knight – Art of Stalking
Fade to Black – W/SYNC
Psyche – Crackdown
Model 500 – Ocean to Ocean
Psyche – From Beyond
Model 500 – Info World
Fade to Black – Calling
Revelation – In the Realm
*PREMIERE*: Tanith Tape Archiv 01: Cybertape II (1989)
Vor einigen Monaten habe ich im Keller zufällig die Kisten mit meinen Mixen auf Tape und DAT wiedergefunden und wie man an dem Bild erkennen kann, kommt da noch eiiiiniges: 
Nun hat sich Rene Meier daran gemacht diese zu digitalisieren und hier kommen die ersten Ergebnisse. Angefangen wird mit 1989, weil ich sehr interessant finde, wie sich das anhörte, als der erste Acidrausch vorbei war und Techno bei weitem noch nicht ausdefiniert war, von EBM über New Beat, Acid und diverse Mischformen war das 1989 ein Kessel Buntes, das erst noch seine Form finden sollte (ein Jahr später sah das schon bisschen anders aus, aber dazu kommen wir noch), wie man an der Playlist erkennen kann:
1.Clock DVA – ACT (Remix.)
2. T.A.G.C. The Anti Group – Broadcast Test (Exclusive Remix)
3. Clock DVA – Hacker Hacked
4. 2B3 – Peace Dub
5. 1 Said Bleep – Cycle ’92
6. Rough Club – Urban Decay
7. 1 Said Bleep – Sure Be Glad When You’re Dead
8. Renegade Soundwave – Phantom
9. Ecstasy Club – Doin It Deep
10. Agaric – I’m Gonna Beat This
11. Zsa Zsa Laboum – Something Scary
SIDE B
1. Test Dept. – Bersek
2. Manufacture – American Embassy
3. Front 242 – Work 242 N.Off is N.Off (Album Version)
4. Nitzer Ebb – Control I’m Here
5. Nitzer Ebb – Hearts and Minds
6. Front Line Assembly – Lethal Compound
7. Front Line Assembly – Vexation (Provo Mix)
8. B 20 – Acid to Body
9. Rhythm Kings – La Recherche
10. Acid Kids – Help
Das muss kurz danach gemixt worden sein, nachdem ich mir endlich zwei 1210er plus Mixer für zuhause zugelegt hatte, von daher erwartet nicht zuviel von den Übergängen, und war ein paar Monate bevor ich mittwochs im UFO den Cyberspace startete
500 Words 8 – Happy Locals
Am Wochenende legte ich in Wandlitz auf, was mich nicht nur deshalb freute weil es quasi um die Ecke ist und ich ich meinem Zweitjob für die Region arbeite, sondern weil Techno in der sogenannten Provinz früher mal ganz normal war und jeder Move ihn dort auch wieder zu verorten meinen vollen Support hat. Über die Jahre hat sich Techno mehr und mehr zu einem rein urbanen Phänomen entwickelt, mit allen Begleiterscheinungen die nunmal dazu gehören, hohe Eintrittspreise, eine Battle um die Lineups, harte Tür mit langen Schlangen davor und eben Techno nicht mehr das Ding für alle, sondern nur für die, die es sich leisten können.
Nun gibt es in Wandlitz mit dem Tor 13 ein privat organisiertes Kulturzentrum und somit endlich auch Raum für die dort sträflich vernachlässigte Jugend, man könnte fast denken sie wäre ein Störfaktor in der Kommunalpolitik. Nun war es also mal an der Zeit dort eine Technoveranstaltung zu probieren und mir ging schon auf dem Weg dorthin das Herz auf, den Weg weisten die geparkten Autos am Straßenrand, wie in den 90ern! Drin eine bunte Mischung aus jung bis alt, von Freunden meines Neffen, bis zu gleichaltrigen Kollegen und alles mögliche dazwischen, auf den ersten Blick unterscheidete sich das Publikum kaum von dem, was man sonst auch in Berlin sieht. Die DJs keine großen Namen, aber in der Region bekannt, wußten den Laden zu füllen und zu rocken. Es muß eben nicht immer das High Class Lineup in den Städten sein und auch wenn ich immer wieder höre das viele so etwas supporten würden, sehe ich nur wenige bis gar keine Kollegen, die das dann auch tun. Es ist eben credibler Städte und Länder wie Trophäen auf Insta abzuhaken, als wirklich in der Region zu unterstützen, aber genau daran krankt eben auch die Clubkultur. Natürlich läuft das dort auch anders ab, Beginn war 21:00 und Ende gegen 4:00, man darf das Set nicht zu advanced gestalten, der Eintrittspreis wurde gewürfelt usw., aber in der Zeit konnte man viele glückliche Gesichter sehen, die da feiern konnten wo sie wohnen. Ich denke es ist genau das sich Dimitri Hegemann unter Happy Locals vorstellt um den Wegzug der Jugend aus Provinz zu mindern. Umso erstaunlicher das solche Locations immer wieder mit Behörden zu kämpfen haben.
Womit wir auch schon beim nächsten Gig wären, nämlich dem HDO In Brandenburg an der Havel, wo ich am Samstag war. Das ist natürlich eine alteingesessene Institution, in der ich schon diverse Male war, aber auch die hatte dieses Jahr Probleme, weil nun eine AFD im Stadtrat sitzt und die Finanzierung stoppen wollte – weil es angeblich zu links sei, was natürlich Quatsch ist, weil Vielfalt im Programm ja nun nicht mit links gleichzusetzen ist. Umso mehr hat es mich daher gefreut dabei zu sein!
Fazit: Supported eure lokale Szene und wenn da nichts ist, dann macht halt was, es lohnt sich! Ich hatte zwei wundervolle Nächte mit besten Kollegen in Orten wo man es nicht vermuten würde und anstatt dem routinierten Zynismus gab es Freude, Enthusiasmus und eine unbeschwerte Feierei ohne Gemecker über Kleinigkeiten.
📷 Christian Strehlow
500Words 3: Panel Altersdiskriminierung bei der „Stadt Nach Acht“ Konferenz
Vor ca. 2 Jahren war Ageism hier schonmal Thema der Woche und im Nachgang schien ich da einen Punkt erwischt zu haben, denn in Folge wurde das Thema in Magazinen wie Groove bis zu einem Podcast in Texas. Letztens wurde ich dann von Konrad Laub für ein Panel auf der Stadt Nach Acht Konferenz angefragt, dem ich gerne nachkam, umso mehr als ich erfuhr das auch Anja Schneider mit von der Partie ist, ebenso war das Robert Eysoldt, der mitmoderierte und mit Age Bombs ebenfalls mitten im Thema drin ist.
Meinen Standpunkt von damals musste ich aufgrund der Diskussionen in der ersten Welle des Themas etwas justieren, denn auffällig war, das Ageism ebenso andersrum funktioniert, wenn nämlich die Alten den jüngeren vorwerfen alles falsch zu machen, nichts kapiert zu haben oder sonstwie die ganze Generation eh nur Bockmist verzapft und das ist ja nun nicht nur im Clubkontext so zu beobachten. Umso erfreuter war ich das genau das auch gleich in dem Panel so zur Sprache kam. Ebenso ging es auch darum, das Gegebenheiten, wie Freiräume und finanzielle Spielräume heute eben auch ganz andere sind als wir sie damals hatten und von daher auch ganz andere Parameter hineinspielen und eben auch generationsspezifische Eigenheiten wie das eingesperrt sein während Corona reinspielen, das sich Clubbing und auch Techno ziemlich verändert haben. Von da aus ing es zu Überlegungen, wie man die Generationen (wieder) vereinen könnte oder zumindest ein gegenseitiges Verständnis aufbauen könnte, natürlich ohne das wir da jetzt die ultimative Formel gefunden hätten.
Wie subtil sich Ageism einschleicht machte dann ein Gast aus Hannover anschaulich, der ein Festival betreut, auf dem tatsächlich generationenübergreifend getanzt wird, im Aftermovie wären dann aber nur junge Leute zu sehen gewesen. Auch das von mir schon thematisierte „Wie lange willste das denn noch machen?“ wurde von Anja nochmal aufgegriffen, die das als Frau, noch mehr zu spüren bekommt, womit wir dann aber auch schon im übelsten Morast von Gendering meets Agesim drin wären.
Einig waren wir uns auch darin, das wir hier in Berlin eine besondere Situation haben, in der Alt mit Jung feiern eher eine von Anfang an gewachsene Normalität darstellt, die wir aber auch zunehmend schwinden sehen und sich der Realität annähert, wie wir sie in kleineren Städten und auf dem Land schon immer beobachten konnten. Das es auch anders geht, sieht man aber nach wie vor z.B. bei den Oldschool Parties oder bei Festivals, wobei man da eben auch ein anderes Setting vorfindet, ein Safe Space im geschlossenen Raum funktioniert psychologisch nunmal anders als im offenen Gelände.
Die anberaumten 90 Minuten waren schnell rum und beim Rausgehen fiel mir auf, das die Location thematisch auch sehr passend gewählt war, der Lokschuppen, der heute eher dafür steht was ich so gar nicht abkann, nämlich diese Art Techno, die alles von Trance bis Mainstream verwurstet, Hautsache es ballert eine Schranz- oder Hardtechno Kickdrum drüber und früher mal das Suicide war, wo ich über Jahrzehnte monatlich auflegte.
Doublefeature
In der letzten zeit war ich ja mal wieder vermehrt in den Medien zu finden, genauer gesagt einmal das Interview bei Berlin Booth und zum anderen bei Westbam’s Radiosendung auf Radio Eins. Beide möchte ich hier mal verlinken, so unterschiedlich die Formate sind, gab es doch thematische Überschneidungen.
Da sich viele wunderten, das ich ausgerechnet bei Westbam in der Sendung auftauchte, bzw. bei der Raving Society Veranstaltung gebucht war (Wo mein Set dann aufgrund polizeilicher Schließung der Veranstaltung nicht stattfinden konnte, aber das ist eine andere Geschichte), hier mal die Aufklärung:
Westbam und ich hatten in den letzten Jahren immer mal wieder Begegnungen mit guten Gesprächen, wir kommen gut miteinander klar, auch wenn uns musikalisch vermutlich immer noch Welten trennen, aber das ist egal, denn die Fronten verlaufen heute anders als in den 90ern. Und wenn wir beide es schaffen unsere Vorbehalte und Blockaden zu überwinden, dann ist das auch ein Zeichen an die Welt es vielleicht auch mal zu probieren und die Kriege hinter sich zu lassen.
Aber hier nun beide Sendungen:
Breakcore Frontpage 1992
vor 33 Jahren,1992, als ich das Wort Breakcore erfand und die ersten Breakbeatparties in Berlin veranstaltete. Ich möchte nicht verantwortlich gemacht werden!
Transscript:
Breakcore
Dieser Sommer stand, zumindest in Berlin, ganz im Zeichen des Breakbeats. Während in England die gesamte Schreiberszene mitlerweile die Nase über beschleunigte Hip Hop Beats mit hingestreuten Piepsvocals und sonstigem Nonsens rümpft, geht es in hiesigen Clubs erst richtig ab wenn Force Mass Motion, Altern 8 oder Homeboy, Hippie and a Funky Dread auf dem Tellern liegt.
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Krachgarten #22 D&B
Mir war mal wieder danach Drum & Bass zu mixen

