Jahresrückblick 2022

Auch wenn man dachte 2020 und 2021 waren schon stranger things, dann hatte es 2022 dennoch drauf noch einen drauf zu setzen, von der Pandemie direkt in den Krieg. Eine Sache die ich tatsächlich nicht mehr für möglich gehalten hätte und die ewigen Debatten darum waren nicht viel erquickender. Für mich bleibt es dabei, einen Krieg in Europa in diesem Jahrhundert ist ein no go und der ganze Rest ist für mich maximal sekundär, so etwas macht man nicht und wer anfängt hat Schuld, basta. Kann jeder anders sehen und diskutieren, ich beteilige mich nicht daran.
Kurz darauf ging es dann auch mit den Gigs wieder los, aber was war das am Anfang für eine Hängepartie, darf man, darf man nicht, ab wann, wieviele und vor allem wie? Ende März war es dann soweit, mein erster richtiger Gig nach der langen Durststrecke fand dann auch gleich im E-Werk statt. Das Event wurde zwar im Nachhinein schlecht geredet, aber ich und viele andere hatten da durchaus Spaß, auch wenn nicht alles in der Logistik klappte. Für mich war‘s halt auch toll mit viele jungen Talenten zu spielen, die ich sehr achte und deren Weiterentwicklung von Techno mir sehr gut gefällt und es mich daher auch bisschen stolz macht noch von denen akzeptiert zu werden, ich meine einige von denen könnten meine Enkel sein.

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Endlich 60! The Review

Das sechste Mal genullt und es hat gar nicht weg getan! Wenn ich früher gewußt hätte das sich 60 so anfühlt, hätte ich mir viel Ängste in der Jugend erspart, in der ich noch dachte das ich sowieso nicht 50 werde.
Ich muß voraus schicken, das die letzten Nullungen von eher nicht so doller Natur waren. Am 40. saß ich allein nach der Nature One zuhause und hatte kurz vorher Freundin und Firma und somit auch beste Freunde verloren. Am 50. hatte ich nach geplatztem Blinddarm erst den 2. Geburtstag meines Sohnes auf der Intensiv verpaßt und war dann ein paar Tage vorher aus dem Krankenhaus raus, so das Feiern nicht so wirklich leicht fiel. Dagegen verlief der 60. wirklich um einiges besser, den richtigen Geburtstag feierte ich nur mit der Familie, es waren 38 Grad und ich war froh darum, nicht die große Feier geplant zu haben, wir wären wahrscheinlich ähnlich wie die Torten zerlaufen.
Am Freitag dann große Geburtstagssause für die Freunde im Suicide und da kam dann schon ne Menge Technogeschichte zusammen! Neue Freunde, langjährige Freunde und Freunde die einen schon seit über 30 Jahren begleiten. Dazu hatte ich ein Lineup zusammen gestellt, das sich als ziemlich perfekt herausstellte, Je Saré, die ich erst kurz von diversen Festivals kenne die mir auffiel weil sie es dabei immer drauf hatte das Publikum mitzunehmen, machte den Anfang und wieder holte sie alle ab! Danach gab ich mein Ständchen, dann kam Sopik aus der Ukraine, den ich durch seine Tracks und Label schon lange kenne, aber bislang nur in Schreibkontakt stand, idealer Anlaß also, als ihn zu diesem speziellen Anlaß dazu zu holen. Das Closing machte dann mein guter Freund Jörg Lüttringhaus und somit hatten wir so ziemlich alle Facetten der etwas schnelleren Abfahrt beisammen, während draußen Philip Strobel von Aufnahme + Wiedergabe meine musikalische Vergangenheit vor Techno perfekt abbildete.
Abseits des musikalischen habe ich natürlich mindestens 100 Gespräche geführt, Freundeskreise mischten sich und mit zunehmder Verpeilerei kamen dabei auch Geschichten raus, von denen man sich wohl auch noch beim 70sten erzählen wird. Der einzige Wermutstropfen bleibt, das meine Frau wegen der Kinderaufpasserei nicht mit konnte.

Jahresrückblick 2021

Ich schloß letztes Jahr mit den Worten „Mögen die Roaring 20ies beginnen“, nun das hat bislang leider noch nicht so geklappt. Eigentlich war 2021 lediglich eine Verlängerung von 2020 und ich befürchte 2022 könnte ebenso werden wie ich es letztens ausgeschrieben sah „2020too“. Aber da schon 2020 nicht alles schlecht war, war das natürlich 2021 auch nicht so und somit hält sich dann hoffentlich 2020too an diesen Algorithmus, obwohl man das durchgemachte ja nun auch nicht nochmal haben will.
Bis März hatte ich noch fast täglich mit dem Hausbau zu tun, so das es pünktlich zum Sommer richtig bewohnbar wurde. So richtig fertig ist es natürlich immer noch nicht. Dann kam ein Sommer, den mir alle als zu kalt und zu nass beschrieben, aber das war definitiv nicht der Sommer den ich erlebt hatte.
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Jahresrückblick 2020

Spoiler gleich zu Anfang: Also für mich war 2020 jetzt nich nur Kacke, sorry aber isso. Ich wußte ja im Voraus das es ein besonderes Jahr werden würde, schließlich war ja schon vorher klar, das ich eine Tochter kriegen und ein Haus bauen werde und zwar gleichzeitig, aber das es so crazy werden würde, das hatte ich wohl, wie auch, nicht auf dem Schirm. Dabei fing es so super an und dann im Februar flog ich schon mit Maske zu meinem letzten Vorcorona Gig nach Wien, zwei Wochen später kam der erste Lockdown und man ahnte schon das einen das länger beschäftigen würde. Dazu kam zu allem Überfluß auch noch, das meine Mutter im Februar starb und ich mich um eine Beerdigung kümmern mußte. Auch das war ein denkwürdiges Abenteuer, denn das lief genau in den ersten Lockdown rein. Ich mußte zurück in meine alte Heimat und wir waren dort die einzigen Gäste im Hotel, die Restaurants hatten schon zu und die Beerdigung mußte draußen stattfinden. Wenn man dann im Nachhinein sieht, wie das mit Altenheimen, Besuchen und Ansteckungen lief, kann man sie eigentlich nur zu ihrem Timing beglückwünschen, besser wäre das nicht mehr geworden, ich hätte sie nicht mehr besuchen können und die Beerdigung hätte ohne Verwandtschaft stattfinden müssen. Einer der vielen Fälle in diesem Jahr, wo man zuerst denkt ausgerechnet jetzt und dann feststellt, wenn dann jetzt.
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Jahresrückblick 2019


Es fühlt sich etwas seltsam an weil mit diesem Jahr auch mal wieder eine Dekade zuende geht, so das man sich bemüßigt fühlt etwas weiter auszuholen. Wenn ? ?man mal 10 Jahre zurück denkt, da hatte das Blog hier auch noch eine andere Aktivität, ich versuchte jeden Tag etwas reinzufüllen, aber dann kam ja Facebook und die Kommentare wanderten zuerst dahin, dann war es ein kurzer Weg auch kleinere Fundstücke gleich dort zu posten und als dann die ganze Blogosphäre (so nannte sich das damals) auch noch anfing ihre Blogs mit Clickbait und Werbung zuzuballern und jeder vom anderen das übernahm, was wahrscheinlich die meisten Clicks nach sich zieht, verlor sich für mich der Sinn und der Spaß bei diesem Blogspiel mitzumachen sein wenig. Seitdem dümpelt das hier so ein bisschen rum, aber aufgeben will ich’s auch nicht und vielleicht intensiviert es sich ja auch zukünftig in anderer Form wieder. Ebenfalls vor 10 Jahren, da hatten die meisten z.B. noch keine Smartphones oder Tablets. Ich war noch nicht mal Vater und habe noch Zigaretten geraucht. Schon crazy was in so 10 Jahren alles passiert und etwas mind boggling, wenn bedenkt wie sich diese Kurve in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch entwickeln wird. in diese Dekade bin ich mit über 100 kg reingegangen, mit 89 kg gehe ich raus.
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On The Road With Tanith: Seoul @ Contra und Berlin Classic Night @ Osthafen vom 6.11 bis 9.11.2019


Letzte Woche gab es ein kleines Marathon, am Mittwoch flog ich los nach Seoul, wo ich ja vor 9 Jahren schonmal war, um am Samstag zurück zu fliegen, damit ich abends noch auf der Berlin Classic Night im Osthafen dabei sein konnte. Was fast noch schief ging, weil mich die Lufthansa wegen Überbuchung auf die Warteliste packte. Am Ende, also auf den letzten Metern und wortwörtlich in letzter Sekunde wurde dann noch alles gut. Nach fast 24 Stunden wach mit über 15 Stunden Flug konnte ich mal Klassiker aus den Nuller Jahren droppen, kommt man ja auch nicht so häufig dazu, weswegen ich mich entschieden habe, dieses Set hier dazu zu nehmen: